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Unterstützung bei der Bewerbung um eine Genehmigung für einen Anbauverein für 420cloud Nutzer

Unterstützung bei der Bewerbung um eine Genehmigung für einen Anbauverein für 420cloud Nutzer

Überblick

Einleitung

Als 420cloud sind wir bestrebt, euch eine Software-Lösung anzubieten, mit der euer Anbauverein allen regulatorischen Anforderungen gerecht wird. Unser Produkt befindet sich in der kontinuierlichen Entwicklung, um die Rechts-Konformität eures Clubs zu unterstützen und Fehler zu vermeiden. Somit leistet 420cloud einen Beitrag beim nachhaltigen Sichern eurer Lizenz.

Um eure Lizenz erstmalig zu erlangen, haben wir dieses Dokument erstellt, aus dem ihr euch Absätze und Screenshots herausnehmen könnt, um eurer zuständigen Behörde zu erläutern, wie ihr mit unseren Dokumentations-Tools die gesetzlichen und regional-behördlichen Vorgaben einhaltet.

Geplante Abnahmemengen in Blüten und Hash

Dies ermöglicht uns, in Echtzeit auf Veränderungen des Bedarfs zu reagieren. Falls gefordert, stellen wir der überwachenden Behörde gerne ein Dashboard bereit, über welches sich die Behörde über die momentanen, von unseren Mitgliedern erwarteten Abnahmemengen informieren kann.

Mit Hilfe der Antragsfragen unserer Track and Trace Software 420cloud können wir unsere Mitglieder bereits beim Mitgliedschaftsantrag nach ihren prognostizierten Abnahmemengen für Blüten und Hasch fragen.

Zusätzlich können in diesem Dashboard für Behörden alle tatsächlich momentan angebauten Mengen Cannabis abgerufen werden, da wir als Anbauverein auch den Bedarf zukünftiger Mitglieder einkalkulieren müssen, die im Laufe eines 4-monatigen Erntezyklus bis zur Verpackung noch dazukommen.

 

 

Um in unseren angegebenen Jahres-Anbau-Mengen auch Ernteverluste und prognostiziertes Mitgliederwachstum mit einzukalkulieren, können wir in unserem Track and Trace System zusätzlich unsere tatsächlich geplanten Anbaumengen für Cannabis und Hasch eintragen, was uns bspw. auch dabei unterstützt, bei einem Transport automatisch von unserem Track and Trace System darauf hingewiesen zu werden, falls ein Zwölftel der Jahresmenge bei einem Transport überschritten würde.

Rückverfolgung von Jungpflanzen und Samen

Als Anbauvereinigung legen wir großen Wert auf den Gesundheitsschutz unserer Konsumenten und die Wahrung der Pflanzenhygiene.

Alle Samen und Stecklinge, die wir in unsere Anlage einführen, werden chargengenau in unserem Track and Trace System eingebunden. Wir erfassen dabei pro Charge die folgenden Parameter:

  • Externe Chargennummer, vergeben durch den Produzenten
    • Wird intern durch die gleiche oder eigene Chargennummer weiter verfolgt, wobei die externe Chargennummer stets rückverfolgbar bleibt
  • Produzent unter Angabe von
    • Firmen / Anbauvereins-Name
    • Nationaler Registriernummer (Bei Anbauvereinen: Vereins-Registrier-Nummer)
    • Physischer Adresse
    • e-Mail Adresse
    • Telefonnummer
    • Ursprungsland (bei Samen)
  • Lieferant unter Angabe von
    • Firmen / Anbauvereins-Name
    • Nationaler Registriernummer (Bei Anbauvereinen: Vereins-Registrier-Nummer)
    • Physischer Adresse
    • e-Mail Adresse
    • Telefonnummer
    • Ursprungsland (bei Samen)
  • Anzahl Pflanzen oder Samen in der empfangenen Pflanzen- respektive Samencharge
  • Botanischer Name + Sorte der empfangenen Charge
  • Angabe, ob Blüten aus den Stecklingen oder Samen erwartungsgemäß THC enthalten
  • Angabe, ob Blüten aus den Stecklingen oder Samen erwartungsgemäß CBD enthalten
  • Datum des Wareneingangs

Durch Angabe von:

  • A: Sorte
  • B: Registriernummer des produzierenden Unternehmens
  • C: Externer Chargennummer
  • D: Herkunftsland

erfassen wir alle Daten, die auch vom EU Pflanzenpass genutzt werden. Der EU-Pflanzenpass ist eine präventive Risikomanagement-Maßnahme, um den Handel mit Pflanz- und Saatgut sicherer zu machen und wird deshalb auch von unserem Anbauverein in erweitertem Maß genutzt, um die Pflanzenhygiene in diesem neuen Markt zu gewährleisten.

 

Maßnahmen zur Qualitäts-Sicherung durch Anbauvereinigungen

Als Anbauvereinigung tragen wir Sorge für die Konsumenten-Sicherheit und -Gesundheit unserer Mitglieder. Das Testen unserer Endprodukte auf die wichtigsten, erwartbaren Kontaminanten für jede Charge ist für uns deshalb höchste Priorität. Produkt-Chargen werden klar nach ihrem Freigabestatus gekennzeichnet und werden nach Studium empfangener Analyse-Zertifikate oder intern durchgeführter Tests manuell freigegeben werden. Analyse-Ergebnisse werden strukturiert eingetragen, sodass chargenübergreifende Entwicklungen der Grenzwert-Resultate nachverfolgt werden können, um unseren Qualitätsansprüchen stetig gerechter werden zu können.

Zudem haben wir mehrere, im Folgenden näher gelistete Maßnahmen etabliert, um eine möglichst unterbrechungsfreie Produktion vom Ausgangsmaterial bis zum Endprodukt zu gewährleisten, damit Überproduktionen zur Kompensation für mögliche Fehlernten auf ein Minimum reduziert werden können, was mit dem Testen von Ausgangsmaterialien beginnt.

Kennzeichnung von Chargen, Proben, Räumen, Ausrüstung,

Um die Rückverfolgbarkeit für alle an Produktion und Abgabe beteiligten Mitglieder sicherzustellen, vergeben wir für jede Charge vom Typ Pflanzen, Fertigprodukt, Ausgangsprodukt, Probe sowie Räume, Behälter und Ausrüstungsgegenstände eine eindeutige Identifikations-Nummer und etikettieren diese mit einem QR-Code, welcher durch Scannen mit unserer Track and Trace App 420cloud zu einer Detailseite führt, wo initiale und momentane Bestände ersichtlich sind, Freigabestatus, Qualitätskontrollen, Historie, Raumwechsel, verantwortliche Mitglieder für bestimmte Prozesse und viele chargen- oder objektbezogene Details mehr. Die chronologische Erfassung dieser Daten ermöglicht es uns, Fehler systematisch auswerten zu können, den Ursachen für Abweichungen auf den Grund zu gehen und unsere Prozesse kontinuierlich zu verbessern.

 

Qualitäts-Sicherung von Ausgangsmaterialien

Bei der Wareneingangs-Kontrolle testen wir Stecklinge und Samen optisch auf

  • Schädlings-Insekten
  • Pilzbefall
  • Viren
  • und andere Risiken für unseren Bestand.

Bei Anzeichen auf Viren beproben wir unsere Stecklings- und/oder Samenchargen und senden die Proben für eine Virenanalyse an ein dafür spezialisiertes Labor, um Gewissheit über den Befall zu erlangen. Bei positivem Testergebnis informieren wir den Hersteller über die in 420cloud hinterlegten Kontaktdaten und vernichten das entsprechende Pflanzen-Ausgangsmaterial.

Um den Schwermetall- und Pestizid-Grenzwerten gerecht zu werden, studieren wir bei Empfang von Düngern, Substraten und anderen Pflanzenhilfsstoffen sowie Töpfen und anderen pflanzenberührenden Materialien und Ausrüstungsgegenständen die ggf. mitgelieferten Analysezertifikate auf Inhalt der vom Landwirtschaftsministerium noch zu erlassenden Grenzwerte.

Bei besonders sensiblen Ausgangsstoffen wie Substraten und Düngern, welche jeden Tag der Kultivierung mit den Pflanzen in Berührung sind bzw. in die Pflanzen transportiert werden, sehen wir risikobasierte Testungen vor, um den Gehalt an

  • Schwermetallen
  • Pestizidrückständen sowie
  • mikrobieller Kontamination

unserer Pflanzenhilfsstoffe zu ermitteln. Bevor eine als riskant eingestufte Produkt-Charge eines Ausgangsmaterials freigegeben wird, wird sie mit einem orangenen Etikett mit dem Chargen-Namen und QR-Code als in Quarantäne befindlich gekennzeichnet, bis die Charge freigetestet werden konnte und das orange Etikett durch ein weißes Etikett mit dem Chargen-Namen und QR-Code für unser Track and Trace System ersetzt wird.

Die Ergebnisse solcher Freigabe-Tests ordnen wir chargenbezogen in unserem Track and Trace System den jeweiligen Pflanzenchargen zu, um bei Problemen später nachverfolgen zu können, wo diese ihren Ursprung hatten. Dies gibt uns die Möglichkeit, unsere Prozesse stetig zu verbessern, um unseren Zielen an einen hohen Grad des Gesundheitsschutzes und unterbrechungsfreier Produktion näher zu kommen.

Wenn wir ein Ausgangsmaterial analysieren, halten wir eine Rückhalteprobe für mögliche Folgeuntersuchungen vor und lagern diese in unserem Lager für Rückhalteproben.

Untersuchung der Umgebung auf mögliche Kreuzkontamination durch Pestizidausbringung benachbarter agrikultureller und gartenbaulicher Betriebe

Ein weiterer Aspekt unserer qualitätssichernden Aktivitäten rund um die Umgebungsbedingungen unserer Produktion schließt das Ermitteln von gesundheitsbeeinträchtigenden Chemikalien, insbesondere Pestizide und andere Chemikalien, in unserer Umgebung ein.

In einem landwirtschaftlich aktiven Gebiet sprechen wir mit den Landwirten und Gartenbaubetrieben in unmittelbarer Umgebung über ihren Einsatz von Pestiziden und anderen Pflanzenhilfsstoffen. Wir ermitteln die typischen Ausbringungszeiten und Windrichtungen und ergreifen bei ermitteltem Risiko Maßnahmen in Form von HEPA-Filtern, um die Zuluft-Zufuhr unserer Anlage frei von Kontaminanten zu halten bzw. die vom Landwirtschaftsministerium zu veröffentlichenden Grenzwerte einhalten zu können.

Quarantäne von (End-)Produkten

Der risiko-relevanteste Schritt unserer Qualitäts-Sicherungs-Maßnahmen ist das Testen von Endprodukten auf die vom Landwirtschaftsministerium zu veröffentlichenden Grenzwerte bevor eine Produkt-Charge an unsere Mitglieder oder in Form von Stecklingen auch an andere Anbauvereinigungen abgegeben wird.

Wenn eine Charge verpackt wird, so wird diese stets als “In Quarantäne” gekennzeichnet. Durch Drucken des QR-Code-Chargen-Etiketts auf einem orangen Etikett-Rohling wissen alle Mitarbeiter stets, dass eine Charge noch nicht marktfähig ist. Alle in Quarantäne befindlichen Chargen befinden sich zudem in einem spezifischen Regal für in Quarantäne befindliche Chargen, um ein versehentliches Vermischen mit freigegebenen Chargen doppelt abzusichern.

Aufbewahrung von Rückhalteproben

Von jeder in Quarantäne befindlichen Fertigprodukt-Charge nehmen wir eine Rückhalteprobe von 100g. Jede Probe wird von uns mit einem eindeutigen Etikett versehen. Über die Detailseite der Rückhalteprobe in unserem Track and Trace System kann stets nachvollzogen werden, von welcher Charge die Rückhalteprobe genommen wurde. Außerdem kann man auf der Detailseite der beprobten Charge nachvollziehen, welche Proben von dieser Charge genommen wurden. Auf der Detailseite einer Probe haben wir die Möglichkeit, eine Teilprobe dieser Probe zu nehmen, welche wir mit einem spezifischen Test-Auftrag an unser Analyse-Labor senden. Durch die Teilprobe stellen wir sicher, dass stets ein Teil unserer Rückhalteprobe für weitere Tests in unserem Anbauverein verbleibt, falls Zweifel an der Aussagekraft eines initialen Test-Ergebnisses aufkommen und eine erneute Testung durchgeführt werden kann.

 

Freigabe von Chargen

Ausgangsmaterial – und Fertigprodukt-Chargen, welche zur Testung qualifizieren und sich in Quarantäne befinden, werden manuell freigegeben. Der zur Freigabe berechtigte Personenkreis nimmt eine Bewertung zur Freigabe der Produktcharge anhand empfangener Analyse-Ergebnisse entsendeter Proben vor. Analyse-Ergebnisse werden für die entsprechende Probe eingetragen und tauchen somit in unserem Track and Trace System direkt auch auf den Ursprungs-Chargen auf. Somit kann die freigebende Person eine qualifizierte, risikobewusste Entscheidung treffen, ob die Charge freigegeben werden kann.

Dies ist möglich, da wir für jeden Artikel (Definition eines Produkts) Spezifikationen festlegen, die mindestens so streng sind wie die vom Landwirtschaftsministerium noch festzulegenden Spezifikationen an mikrobielle Reinheit, Mykotoxine oder Schwermetallgrenzwerte.

Jede Produkt-Charge wird gegen diese Artikel-Spezifikationen getestet. Wenn bspw. die TAMC-Spezifikation für den Artikel “Lemon Haze große Blüten” bei “< 10 000 000 CFU/g” liegt, gibt uns unser Track and Trace System direkt aus, ob das eingetragene Ergebnis für eine spezifische Artikel-Charge den Anforderungen aus der Artikel-Definition entspricht oder nicht. Eine “Super Lemon Haze große Blüten” Charge, die mit 11 000 000 CFU/g TAMC gemessen wird, würde also als nicht bestanden gekennzeichnet werden.

Zusätzlich zu den Grenzwerten testen wir alle unsere Fertigprodukte vom Typ getrocknete Blüten oder Hasch auf ihre CBD- und THC-Konzentration (% w/w).

Es liegt im Ermessen unserer freigebenden Person, eine Charge basierend auf den Analyse-Ergebnissen freizugeben oder zu sperren. Falls mindestens ein Analyseergebnis die Bedingung / Spezifikation des Artikels nicht erfüllt, und wir trotzdem freigeben, so sind wir durch unsere Track and Trace Anwendung gezwungen, eine Begründung für unsere Freigabe zu dokumentieren. Dies wird nur in Ausnahmefällen geschehen, bspw. wenn nicht gesundheitsrelevante Spezifikationen nicht erfüllt sind, wie bspw. sensorische Aspekte wie Geruch oder Aussehen.

 

Laufende Qualitäts-Sicherung von Reinigungs-Schritten und Geräte-Wartung

Die Einhaltung eines hohen Hygiene-Standards ist der Grundpfeiler für die nachhaltige Produktion von spezifikationsgerechten Cannabis-Produkten und der Wahrung des Gesundheitsschutzes unserer Mitglieder.

Deshalb erstellen wir für unsere Räume Reinigungspläne und für unsere Geräte und Ausrüstungsgegenstände Wartungspläne in unserem Track and Trace System.

Dieses erinnert uns, wenn Reinigungs- oder Wartungs-Aufgaben anstehen und wir können diese Aufgaben Mitgliedern oder externen Mitarbeitern zuordnen. Überfällige Reinigungs-Aufgaben werden sehr prominent in der Track and Trace App angezeigt, sodass wir diese nicht aus dem Fokus verlieren.

Erledigte Reinigungen werden raum- oder gerätespezifisch im Track and Trace System unter Angabe beteiligter Personen, installierter Ersatzteile und/oder Nachweise über die Prozess-Ergebnisse dokumentiert.

Wir planen für Messinstrumente wie Waagen Eich- und Kalibrier-Intervalle ein, um sicherzugehen, dass wir uns auf die Messergebnisse, welche wir in unserer Dokumentation eintragen, auch verlassen können.

Dokumentation von Lagerbeständen

Wir erfassen nicht nur die genauen Mengen unseres pflanzlichen Ausgangs-Material, sondern verfolgen auch die daraus entstehenden Mengen chargenbezogen.

Alle Pflanzen- und Produkt-Chargen werden mit ihren entsprechenden Mengen mit einer eindeutigen Chargen-Nummer in unserem Track and Trace System dokumentiert. Unsere Track and Trace Software unterstützt uns dabei, stets eine eindeutige Chargen-Nummer zu vergeben, indem eine Warnung angezeigt wird, falls wir eine doppelte Chargen-Nummer vergeben. Außerdem können wir in der Track and Trace Software einstellen, nach welcher Logik Chargen-Nummern erstellt werden oder können uns auch eine zugällige 6-stellige Chargen-Nummer kreieren lassen, welche immer eindeutig ist.

Chargen sind stets einem oder mehreren Räumen zugeordnet und auf einer Zeitachse kann nachvollzogen werden, wann welche Mengen welcher Charge in welchem Raum vorhanden waren.

Bei jeder Interaktion mit einer Charge (bspw. Lagerbewegung) werden Beschreibung der Interaktion, beteiligte Mitglieder sowie Start- und Endzeit dokumentiert, sodass wir eine ununterbrochene Haftungs- und Gewährleistungskette nachweisen können.

Wird eine Menge einem neuen Ort zugewiesen, so wird sie durch unser Track and Trace System direkt vom vorhergehenden Bereich abgezogen.

 

Dokumentation der Vernichtung von Cannabis-Material

Als Anbauvereinigungen sind wir bestrebt, den regulatorischen Anforderungen beim Umgang mit ehemalig als Betäubungsmittel klassifizierten Produkten gerecht zu werden und transparent aufzuzeigen, wo wirkstoffhaltiges Material verbleibt.

Wir sind uns bewusst, dass wirkstoffhaltiger Abfall ein hohes Missbrauchspotential mit sich bringt und vor allem vor Kindern und Jugendlichen gesichert sein muss.

Deshalb werden wirkstoffhaltige Abfälle von uns mit geeichten Waagen abgewogen und im Track and Trace System eingetragen. Die Eichung der Waagen wird im Track and Trace nachgehalten und eine Periode für die erneute Eichung eingetragen – bei uns beträgt diese 2 Jahre. Rückt die nächste Eichung näher, werden wir darüber von unserem Track and Trace System informiert.

Für wirkstoffhaltigen Abfall geben wir im Track and Trace System einen Abfallbehälter an, welcher mit einer eindeutigen Kennung etikettiert ist. Jeder Abfallbehälter kann gescannt werden, um zu ermitteln, welche Abfälle sich in diesem befinden und wo die Abfälle ihren Ursprung haben. Nasse Abfälle werden als solche gekennzeichnet, um etwaige Gewichtsverluste zwischen initialer Abfall-Dokumentation und späterer Kontroll-Einwaage erklären zu können.

Bei Abholung von wirkstoffhaltigem Abfall lassen wir uns vom abholenden Dienstleister in unserer Track and Trace App unterschreiben, dass der Abfall bestimmter Container entgegengenommen wurde. Bei Entsorgung auf unserem gesicherten Gelände wird wirkstoffhaltiger Abfall mit Sägespänen vermischt oder unter Kompost gehoben, um einen Konsum dieses Materials zu verhindern.

 

Transport von Cannabis und Vermehrungs-Material

Als Anbau-Vereinigung sind wir bestrebt, Bewegungen von wirkstoffhaltigem Material über die Grenzen unserer befriedeten Besitztümer hinaus mit der entsprechenden Behörde zu kommunizieren.

Wenn wir Produkt-Chargen von unserer Kultivierungs-Stätte in unsere Abgabestätte transportieren, legen wir in unserem Track and Trace System einen Warenausgang an und wählen unseren eigenen Anbauverein als Empfänger aus. Wir wählen das Datum für den Transport aus – liegt der ausgewählte Zeitpunkt weniger als einen Werktag in der Zukunft, so weißt unser Track and Trace System uns darauf hin, dass Transporte mindestens einen Werktag im voraus angemeldet werden müssen. So verringern wir die Wahrscheinlichkeit von nicht-rechtskonformen Transporten.

 

 

Um die Rechts-Konformität weiter zu steigern, hinterlegen wir beim Anlegen eines Transports auch beteiligte Mitglieder, wobei uns das Track and Trace System darauf hinweist, dass mindestens ein Mitglied den Transport begleiten muss. Optional hinterlegen wir hier auch externe, am Transport beteiligte Unternehmen wie Transport- und/oder Sicherheits-Unternehmen.

Da wir alle Unternehmen, Mitglieder und Behörden mit Adresse und Kontaktinformationen (E-Mail-Adresse und optional Telefonnummer) in unserem Track and Trace System speichern, müssen wir nur die jeweiligen Nutzer und Unternehmen auswählen und die Kontaktdaten des begleitenden Mitglieds, unseres Vereins und der zuständigen Behörde werden automatisch in der Transport-Dokumentation eingefügt, was die Schwelle für eine rechtskonforme Anmeldung des Transports senkt.

 

 

Die zu transportierenden Produkt-Chargen scannen wir mittels QR-Code der Chargen ein – so werden die richtigen Chargen der Transport-Dokumentation hinzugefügt und durch den QR-Code-Scan die Wahrscheinlichkeit von falsch eingebuchten Chargen verringert. Falls wir nur eine Teilmenge aller Einzel-Artikel einer Charge zu einem anderen Standort transportieren, so tragen wir diese Teilmenge ein. Nachgehend können wir über die Artikel-Chargen-Details in unserem Track and Trace System nachvollziehen, welche Mengen in welchem Bereich lagernd sind. Da wir bei jeder Charge die Sorten als Attribut pflegen, ist die Sorte auf unserer Transport-Dokumentation für jede Charge ersichtlich.

Um zu verhindern, dass wir in einem Transport mehr als ein Zwölftel der von uns kommunizierten Jahresanbaumenge bewegen, tragen wir in unserem Track and Trace System in den Einstellungen die Jahresanbaumenge für Cannabis und Hasch getrennt ein. Unser Track and Trace System weißt uns beim Anlegen der Transport-Dokumentation darauf hin, falls wir mehr als ein Zwölftel der Jahresanbaumenge pro Kategorie auf einmal bewegen wollen, um die Wahrscheinlichkeit von nicht-konformen Transporten weiter zu senken.

Ist die Transport-Dokumentation angelegt, drucken wir den automatisch generierten Lieferschein mit den genannten Attributen aus und ein vertretungsberechtigtes Vereinsmitglied unterschreibt diesen, bevor der Transport stattfindet.

 

 

Ist die Lieferung im anderen befriedeten Besitztum unserer Anbauvereinigung angekommen, so findet eine Wareneingangs-Kontrolle auf Vollständigkeit der Lieferung statt. Dazu scannen wir den QR-Code auf dem Lieferschein und bekommen von unserem Track and Trace System eine Checkliste angezeigt, um alle transportierten Mengen Charge für Charge auf Vollständigkeit zu prüfen. Weichen die dokumentierten Chargen vom Lieferschein ab, so gehen wir der Ursache intern auf den Grund. Die Abweichung der Mengen tragen wir in unserem digitalen Wareneingang ein und sofern es dafür keine Erklärung gibt, melden wir die Abweichungen der zuständigen Behörde.

Produktwarnung und Produkt-Rückruf

Transparenz gegenüber unseren Mitgliedern ist eines unserer höchsten Ziele als Anbauverein. Da der Konsum von Cannabis höchst individuell ist, möchten wir unsere Mitglieder bestmöglich über das von ihnen konsumierte Cannabis informieren, sodass sie Konsum-Mengen und Sorten auf ihr jeweiliges “Set und Setting” abstimmen können. Dazu bringen wir auf jedes abgegebene Produkt ein Etikett mit enthaltener Menge in Gramm, Sortenname und THC- sowie CBD-Werten auf, welches auch einen QR-Code enthält, über welches der digitale Beipackzettel (“Cannabis Pass”) der bezogenen Charge auf dem Smartphone aufgerufen werden kann. Mitglieder bekommen den Beipackzettel zusätzlich per E-Mail zugesandt und als Ausdruck zu jeder Abgabe für jede einzelne Charge ausgehändigt.

Über die Wirkstoff-Konzentrationen hinaus, geben wir auf dem Beipackzettel außerdem das Erntedatum und das Mindesthaltbarkeitsdatum an. Außerdem sind darauf zu erwartende positive und negative Effekte, Aromen und enthaltene Terpene ersichtlich, sodass unsere konsumierenden Mitglieder mit der Zeit Muster zwischen konsumiertem Produkt und erlebtem Effekt für sich feststellen können und somit einen reflektierten Konsum leben können.

Darüber hinaus stellen wir auf dem Beipackzettel Links zur Präventions-Angeboten bereit. Auch kann hier direkt der Kontakt mit unserer präventionsbeauftragten Person aufgenommen werden (via Chat über die 420cloud App oder E-Mail). Zudem wird auf dem Beipackzettel auf das von der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung zu schaffende Informations-Portal für Cannabis verwiesen.

Der Beipackzettel enthält außerdem Warnhinweise über

  • mögliche neurologische und gesundheitliche Schäden bei einem Konsum von Cannabis im Alter von unter 25 Jahren
  • notwendige Vorkehrungen zum Kinder- und Jugendschutz, einschließlich des Nichtkonsums in Schwangerschaft und Stillzeit
  • Wechselwirkungen mit Arzneimitteln und bei Mischkonsum mit anderen psychoaktiv wirksamen Substanzen
  • Einschränkungen der Straßenverkehrstauglichkeit und beim Bedienen von Maschinen

Außerdem teilen wir mit unseren Cannabis beziehenden Mitgliedern alle

  • Test-Resultate der entsprechenden Charge.

So können Mitglieder die eingetragenen Analysewerte sowie die originalen Analyse-Zertifikate einsehen. Somit können immunsupprimierte Konsumenten bspw. einschätzen, ob die mikrobielle Belastung, selbst wenn sie gesetzliche Grenzwerte einhält, für sie geeignet ist.

 

Bewertungs-Funktion zum frühzeitigen Erkennen fehlerhafter Chargen

Da wir unsere Produkte stetig verbessern wollen, bieten wir über den durch QR-Code-Scan erreichbaren digitalen Beipackzettel unseren Mitgliedern die Möglichkeit, die entsprechende Charge zu bewerten. So können wir frühzeitig abschätzen, ob eine Charge ggf. zurückgerufen werden muss, weil wir bspw. bei der Beprobung einer Charge problembehaftete Anteile übersehen haben.

Sobald wir über die Bewertungsfunktion oder anderweitigen Kundenkontakt Kenntnis darüber erlangen, dass eine Charge fehlerbehaftet ist und/oder ein Risiko für die Konsumenten darstellt, sperren wir die Charge unverzüglich in unserem Track and Trace System, welches nahtlos mit dem “Cannabis Pass” verbunden ist.

Produkt-Rückruf

Beim Sperren einer Charge bekommen alle Mitglieder, welche Produkte der Charge ausgehändigt bekommen haben, unverzüglich eine Push-Benachrichtigung auf ihre 420cloud App und per Mail, dass wir diese Charge temporär gesperrt haben, bis wir durch weiterführende Tests auf Grundlage der Rückhalteprobe Gewissheit über den Zustand der Charge bekommen haben.

Sobald neue Analyse-Ergebnisse für die Charge vorliegen, updaten wir diese und sperren die Charge entweder entgültig oder geben sie wieder frei. Darüber werden die beziehenden Mitglieder per Push-Benachrichtigung und E-Mail abschließend informiert. Bei einer Sperrung der Charge bitten wir die Mitglieder, uns beim nächsten Besuch unserer Abgabestelle die fehlerhaften Produkte zur weiteren Analyse mitzubringen. Dies ermöglicht uns zudem eine ordnungsgemäße Entsorgung der Produkte unter Einhaltung des Kinder- und Jugendschutzes.

 

Abgabe-Dokumentation

Über die Abgabe-Funktion unserer Anbauvereins-Software 420cloud dokumentieren wir die Chargen-Nummer und bezogenen Mengen jeder Abgabe pro Mitglied.
Jedes Mitglied ist in unserem System mit Name, Vorname, Geburtsdatum, Adresse und Kontaktdaten (E-Mail und optional Telefonnummer) registriert.

Für jedes Mitglied werden die monatlichen Abnahmemengen getrennt nach Konsum-Cannabis (Blüten und Hasch), Stecklinge und Samen dokumentiert. So hat das abgebende Personal bei der Abgabe Einblicke über das verbleibende Kontingent des Mitglieds und gibt nur die Mengen ab, die dem Mitglied im Rahmen der gesetzlichen Höchstmengen noch zustehen. Diese Höchstmengen sind:

Kategorie Mitglied ist <= 21 Jahre alt Mitglied ist > 21 Jahre alt
Konsumcannabis Bis zu 30g pro MonatBis zu 25g pro TagTHC-Gehalt bis zu 10% Bis zu 50g pro MonatBis zu 25g pro Tag
Steckling 7 7
Samen 5 5
Summe aus Samen und Stecklingen 10 10

Bei der Abgabe lässt unser System 420cloud nur die Produkte in den Warenkorb legen, welche die in der Tabelle genannten Höchstkontingente nicht überschreiten würden. Durch die Dokumentation des Alters unserer Mitglieder kann unser System sicherstellen, dass unter (einschließlich) 21-Jährige nur die beschränkten Kontingente von 30g / Monat beziehen können.
Unter 21-Jährige können in ihrer 420cloud App nur Produkte unter 10% THC für die Abgabe reservieren. Bei der Abgabe kann das Abgabepersonal nach Scannen eines <= 21-Jährigen nur jene Produkte zur Abgabe auswählen, welche unter 10% THC aufweisen. Durch diese Mechanismen wird die Wahrscheinlichkeit einer versehentlichen Abgabe von höheren Abgabemengen oder THC-Konzentration als das Gesetz für Heranwachsende erlaubt, reduziert.

Auch bei Mitgliedern über 21 Jahren werden die täglichen und monatlichen Kontingente vom 420cloud Abgabesystem soweit überwacht, dass das Auswählen von Produkten, welche das Kontingent übersteigen würden, nicht möglich ist.

Dokumentation von Bestands-Veränderungen

Abgegebene Mengen werden in Echtzeit vom Bestand abgezogen. Jede Abgabe wird pro Mitglied dokumentiert, um den Verbleib der Cannabis-Produkte nachvollziehen zu können. Abgegebene Mengen werden von der vorhandenen Menge der entsprechenden Artikel-Charge abgezogen.

Verifizierung der Mitglieder bei der Abgabe

Bei der Abgabe muss jedes Mitglied der abgebenden Person seinen oder ihren digitalen oder physischen Mitgliedsausweis in Kombination mit einem amtlichen Lichtbildausweis zeigen, um dessen oder ihre Identität zu verifizieren. Erst nach Verifizierung des Mitglieds und der damit verbundenen Ermittlung des Alters kann eine Abgabe am Abgabe-Terminal angestoßen werden, also Produkte ausgewählt und die Abgabe dokumentiert werden.

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